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Neuigkeiten - Dr. Christian Pinter

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Die Beobachtung der Sonne bedarf unbedingt spezieller Schutzfilter vor dem Teleskop oder dem Fernglas. Sonst erblindet man sofort. Die gedankliche Befassung mit der Mythologie der Sonne ist gefahrlos: Wir denken an die nordische Sunna, den mesopotamischen Schamasch, an die Griechen Helios und Apollon sowie an den römischen Sol und den Mithras-Kult. Auch auf Nationalflaggen prangt die Sonne, mitunter sogar mit einem Gesicht.

Ähnlich wie bei den Planeten gibt es nun eine eigene Seite zur Mythologie des Erdmondes. Beschrieben werden der nordische Mani, der mesopotamische Sin, die griechische Selene und die Artemis sowie die römischen Göttinnen Diana und Luna. Auch die Mondsichelmadonna findet Erwähnung. Eine kurze Betrachtung zur Ähnlichkeit der Worte "Mond" und "Monat" sowie ein Abschnitt über das Mondsymbol auf Nationalflaggen runden das Thema ab.

Die Planetenseiten sind in den letzten Jahren stark gewachsen - vor allem im Umfang und damit in ihrer Länge. Um wieder klarere Strukturen zu schaffen, habe ich sie nun samt und sonders umgestaltet und mit etlichen Unterseiten versehen. Präsentiert werden die neuen Seiten aber erst dann, wenn der betreffende Planet am Abendhimmel zu sehen ist. Zur Zeit sind das Jupiter, Venus und Uranus.

In Brünn spielte Strange Kind Of Women, meine Lieblings-Hard-Rock-Band, einen Abend lang Deep Purple Songs. Am Morgen nach dem fulminanten Konzert im Sono-Centrum stieg ich den verschneiten Kuhberg hinauf, um mir die dort gelegene Sternwarte und das Planetarium anzuschauen. Das Hauptgebäude kannte ich noch nicht. Ein paar Bilder von dieser Bildungseinrichtung gibt es hier in meiner Fotogalerie zu sehen.

Seit wenigen Monaten ist mein Dwarf 3 in Betrieb. In meinen Fototipps (deren Menüsystem bei dieser Gelegenheit verbessert wurde) gibt es nun auch detaillierte Workflows für dieses Smart Telescope. Ein jeder reicht von der Aufnahmetechnik über das Stacking bis hin zur Bildbearbeitung am PC. Die drei Workflows beziehen sich auf Deep Sky Objekte, auf Sonnen- und auf Mondaufnahmen. Diese erfahren sicher noch Verfeinerungen: Man lernt ja nie aus.

Anders als die Fixsterne sind zumindest manche Kategorien von Deep Sky Objekten nicht-thermische Strahler: Sie emittieren bloß das Licht bestimmter Wellenlängen. Andere DSO-Kategorien sind entweder aus Sternen aufgebaut oder streuen deren Licht: Sie geben eine thermische Strahlung mit kontinuierlichem Spektrum ab. Hier lesen Sie, welche Deep Sky Objekte überhaupt Farbwahrnehmungen erlauben - oder zumindest farbenfrohe Fotos.

Speziell der Winterhimmel bietet sich an, das Auge als Fernthermometer einzusetzen: Anhand der zarten Farbtönungen von Fixsternen lassen sich deren Oberflächentemperaturen abschätzen. Wir dürfen aber bloß Pastellfarben mit hohem Weißanteil erwarten. Warum das so ist, weshalb Sterne ausgerechnet Schwarzen Strahlern ähneln und wieso Unscharfstellen von Fernglas oder Teleskop die Farbwahrnehmung erleichtert, erkläre ich auf der neuen Seite.

Vorweihnachtszeit in Wien: Wegen des Klimawandels vereiteln Nebel und Wolken den Blick auf echte Sterne. Dafür prangt ein Meer von Deko-Sternen in Auslagen und auf Fassaden: Letztlich in Anspielung an die biblische Geschichte vom Weihnachtsstern, die mutmaßlich bloß der Fantasie entsprang. Wie viele Zacken braucht ein schmucker Stern eigentlich? Und warum trägt jeder vierte Staat der Erde mindestens einen Stern im Wappen?

Meine Balkonsternwarte hat Zuwachs bekommen: Das Smart Telescope heißt Dwarf 3 und macht seinem Namen mit einem Gewicht von 1,3 kg alle Ehre. Es ist eine hochtransportable Nachführplattform mit GOTO-Funktionalität und eingebauten Kameras. Die Fotos werden unkomprimiert abgelegt, was den aus der Deep Sky Fotografie vertrauten Workflow ermöglicht. Ich werde den Zwerg sowohl unterwegs wie auch daheim einsetzen.

Chronologisch habe ich in den letzten Jahren meine Fotogalerie aktuell gehalten, immer die neuesten Bilder präsentiert. Nicht so die thematischen Rubriken. Diese wurden jetzt aber ebenfalls mit neueren Bildern angereichert, ohne auf die älteren Aufnahmen zu verzichten. Die Rubrik Deep Sky erfuhr mit der Präsentation von Objekten verschiedenster Kategorien eine besonders deutliche Erweiterung.
Oktober 2025: Filmtipp - Springsteen: Deliver Me From Nowhere

Einer meiner letzten Artikel vor dem Ende der vertrauten Wiener Zeitung befasste sich u.a. mit dem Solo-Album Nebraska: Bruce Springsteen hatte es 40 Jahre zuvor in seinem Schlafzimmer aufgenommen. Am 23. Oktober läuft ein Spielfilm in unseren Kinos an, der sich diesem Werk widmet. Es gilt heute auch als Wegbereiter des Homerecording. Ich bin sehr gespannt, weitere Einblicke in die Entstehung der LP Nebraska zu erhalten.

Treffen zwei Himmelskörper einander, sprechen Astronomen von einer Konjunktion. Mitunter bedeckt ein Körper den anderen aus unserer Perspektive sogar. Im kommenden Jahr wird unter anderem das Stellungsspiel der Venus samt ihren Rendezvous' mit Mond, Jupiter, hellen Sternen und Sternhaufen für hübsche Anblicke sorgen. Daher habe ich ausgewählte himmlische Begegnungen verschiedenster Art nun auf einer eigenen Seite erfasst.
Oktober 2025: Fototipps - jetzt auch mit speziellen Videotipps

In der Astronomie spielt die Videotechnik - vom Lucky Imaging abgesehen - bloß eine untergeordnete Rolle. Dennoch erläutere ich jetzt auch Grundlegendes zum Erstellen und Bearbeiten himmlischer Videos. Ich erkläre z.B., wie man aus einem Video eine Serie von Einzelfotos extrahiert - und wie man andererseits eine Serie von Einzelfotos in ein Video verwandelt. Eine Liste nützlicher Programme samt Links rundet das neue Feature ab.  

In meinen Fototipps erkläre ich jetzt auch drei weitere Begriffe, über die man beim Fotografieren mit dem Teleskop besser Bescheid weiß. Nachführung und Autoguiding helfen, die Erdrotation verlässlich "anzuhalten". Mit dem Dithering rückt man regelmäßigen Rauschmustern des Sensors zu Leibe, wozu auch die Hot Pixels zählen. Und mit Drizzle schaut man, sehr salopp gesagt, ein wenig "zwischen den Pixeln" hindurch.  
September 2025: Fototipps - Kameratimer

Früher zählte man die Sekunden. Heute besitzen DSLRs interne Timer, die Belichtungszeiten bis 30 Sekunden automatisch abspulen - und auf Wunsch wiederholen. Externe Timer erlauben es zusätzlich, einen Vorlauf und ein Intervall zwischen die Aufnahmen zu setzen; andere kombinieren Timelapse und Bracketing, erlauben ganze Belichtungsreihen. Auf die Speicherkarte kopiert, schafft Magic Lantern dies sogar ohne zusätzliche Gerätschaft.

T (sec) = 175 / Brennweite (mm): Diese Faustformel verrät, ab wann Sterne beim Fotografieren mit der fest am Fotostativ fixierten Kamera (APS-C-Sensor) ihre Punktform verlieren und zu kleinen Stricherln geraten. Ursache dafür ist die Erdrotation. Um sie auszutricksen, braucht man eine Nachführung, wie sie bessere Teleskopmontierungen bieten. Fern des Teleskops hilft eine mechanische oder elektronische Nachführplattform aus.

Vor 450 Jahren verließen Heinrich und Katharina Kepler das katholische Weil der Stadt und ließen sich im nahen protestantischen Leonberg nieder: Das eröffnete deren Sohn Johannes die "schwäbische Laufbahn". Das württembergische Stipendien- und Bildungsprogramm erlaubte es ihm, die Deutsche Schule, die Lateinschule und die Uni Tübingen zu besuchen. Ohne die genannte Übersiedlung wäre Johannes Kepler vielleicht Wirt geworden.

Durch die kalten, dunklen Abgründe zwischen den Sternen ziehen einsame Kleinplaneten und Kometernkere, exiliert von fremden Sternen. Mitunter verirrt sich ein interstellares Objekt (ISO) in unser Planetensystem, wärmt sich kurz "die Füße". Es reflektiert dann Sonnenlicht bzw. setzt Staubteilchen frei, die Sonnenlicht streuen. Jüngst wurde das dritte bekannte ISO entdeckt: Bestens ausgerüstete Amateure fotografierten 3I/Atlas bereits.
Juni 2025: Beobachtungstipps - Der Mond mit freiem Auge, Fernglas und Fernrohr

Kein Himmelsobjekt zeigt uns so viele Details wie der Erdbegleiter. Deshalb habe ich meine einschlägigen Beobachtungstipps jetzt stark erweitert, wobei wir oft auf Galileo Galileis Spuren wandeln: Lesen Sie ausführliches über den Mondterminator, die Mondmeere, die Mondkrater, die Strahlensysteme, den Vollmond, den Mondrand, die Mondlibration oder über die noch immer rätselhafte Mondillusion. Zum Schluss gibt es Literatur- und Software-Tipps.


Als die NASA-Sonde Voyager I im Jahr 1977 zu ihrer Reise aufbrach, hatte sie eine vergoldete Kupferschallplatte an Bord. Darauf versammelt waren u.a. 27 Musikstücke. Der Donauwalzer blieb außen vor, obwohl ihn manche Menschen seit Stanley Kubricks Meisterwerk 2001: Odyssee im Weltraum fast als Hymne an die Schwerelosigkeit empfanden. Am 31. Mai schickt man das Werk, gespielt im Wiener MAK, der Sonde per Funk hinterher. Näheres hier.

Bei der elektronisch unterstützten Astronomie wird ein von der Kamera eingefangenes Fernrohrbild am Monitor beobachtet - mehr oder weniger in Echtzeit. Die Bildqualität dieser Live-Methode kommt allerdings nicht an jene heran, die man nach einer ordentlichen, späteren Bearbeitung erzielt. Erinnerungen an die Sofortbildfotografie der Siebzigerjahre werden wach. In meinen Fototipps diskutiere ich Vorzüge und Nachteile der EAA.

Mitunter steckt man ein Prisma zwischen Okularauszug und Okular. Das Amici-Prisma dreht das Bild im astronomisch umkehrenden Fernrohr wieder in die richtige Orientierung, was bei irdischen Beobachtungen hilft. Zenitprisma oder Zenitspiegel beugen der Genickstarre vor: Sie stellen die Welt im astronomischen Fernrohr wieder auf die Füße, lassen links und rechts jedoch vertauscht. Näheres zum Einsatz der Prismen von Amici und Airy lesen Sie hier.

Dieser Filter stört den Sternfreund: In DSLRs steckt ein grünes Glas. Es mindert die Rotempfindlichkeit und kostet kosmischen Gasnebeln Glanz - weil dort Wasserstoff u.a. im tiefen Rot, bei 656 nm, Licht emittiert. Nach einem Umbau heißt die Cam "astromodifiziert". Nächte im Rotlicht bedeuten allerdings Tage mit Rotstich. Mit dem einen oder anderen Trick wird die astromodifizierte Cam auf Wunsch trotzdem wieder tageslichttauglich.  
April 2025: Gedenken - Max Brand

Vor 45 Jahren starb der österreichische  Komponist Max Brand. Er feierte zunächst in Deutschland und dann, nach Vertreibung durch die Nazis, in den USA Erfolge. Sein Leben ist direkt mit dem Synthesizer-Entwickler Robert Moog und indirekt mit dem Erfinder des Theremins, Lew Termen verbunden (Artikel). Sein Studio-Synthesizer, das Moogtonium, fand im Langenzersdorfer Museum LEMU eine neue Heimat.

Handesübliche DSLRs ignorieren infrarotes Licht. Spezielle Astro-Cams kommen hingegen meist ohne den dafür verantwortlichen, eingebauten IR-Sperrfilter daher: Sie sind dann sowohl im sichtbaren, als auch im infraroten Bereich des elektromagnetischen Spektrums empfindlich. Das eröffnet neue Möglichkeiten. Die Luftunruhe wird gemindert, die Venus ein wenig entschleiert. Und die Gasplaneten präsentieren sich in ungewohntem Gewand.

Viele Fotofreunde haben sie bereits daheim, die digitale Spiegelreflexkamera. Ein solcher Alleskönner arbeitet völlig autark. Nur ein Objektiv muss man ihm noch gönnen: Das kann auch ein Fernrohr sein. Ich setze zwei gebrauchte DSLRs ein: Die eine sitzt am Teleskop, die andere liegt griffbereit in der Kameratasche. Über die Vorzüge und Nachteile solcher Kameras im Vergleich zu dedizierten Astro-Cams mache ich mir in den Fototipps Gedanken.

Wien ist besudelt. Mit Licht. Es wird ohne Sinn und Zweck nach oben gestrahlt. Dort stört es bekanntlich. Vor allem die Tierwelt, und den Schlaf von Menschen sowieso. Selbst für einige Krebsarten machen Studien die Kunstlichtflut mitverantwortlich. In Eisenstadt kommt jetzt eine Verordnung gegen die Lichtverschmutzung. Hier geht's zum kurzen ORF-Video darüber. Schade, dass ich bei der Wiener Gemeinderatswahl nur Wiener Politiker ankreuzen kann.

Der Batteriegriff mutet an wie ein Relikt aus längst vergangenen Tagen: Bei der analogen Kamera ermöglichte er vor allem den motorisierten Filmtransport. In der astronomischen Digitalfotografie ist er entbehrlich. Allerdings gibt es spezielle Szenarien, wo sein Einsatz durchaus Sinn macht. Er kann nämlich gleich zwei Akkus aufnehmen und erlaubt deren Wechsel ohne vorangehendes Abschrauben der Cam vom Stativ.

Ein Spinnwebfaden inspirierte den Engländer William Gascoigne, einen jüngeren Zeitgenossen Keplers, zum Bau des ersten Fadenkreuzes. Damit und mit dem komplexeren Okularmikrometer verwandelte er das junge Fernrohr erst in ein präzises Messinstrument. Wir schauen uns an, was man so alles in der Brennebene eines Okulars montieren kann - sofern man das Glück hat, an diese überhaupt ran zu kommen.

Der auch in Innsbruck wirkende Jesuit Christoph Scheiner, ein Kontrahent Galileis, montierte eine Maske vor das Teleskop: als Scharfstell-Hilfe. Später setzten der zeitweise in Wien assistierende Johannes Hartmann, der UK-Amateur Duncan Evenden und vor allem der russische Fotograf Pawel Bachtinow die Maskenbautradition fort. Die meisten ihrer Masken sind leider nicht im Handel erhältlich: Die Bastelstunde ist eröffnet!

Die erste überlieferte Himmelsbeobachtung des Nikolaus Kopernikus war die Bedeckung des hellen Sterns Aldebaran durch den Mond. Er sah sie am 9. März 1497 von Bologna aus (Grafik links). Mit dem Auge am Teleskop und einer Stoppuhr lassen sich diese astronomischen Finsternisse in vielen Nächten mitverfolgen. Empfindliche CMOS-Kameras erweitern die Zahl erfassbarer Bedeckungen ungemein. In meinen Beobachtungstipps erfahren Sie mehr.

In seiner Rolle als Marktgott beherrscht Merkur die Welt. Bei den Römern stand er für alle, die es eilig hatten: Reisende, Händler und Diebe inklusive. Der nach ihm benannte Himmelskörper ist auch der schnellste unter den Planeten: Ende Februar bis Mitte März taucht der sonnennahe Merkur in der Abenddämmerung auf. Mond und Venus helfen zeitweilig beim Auffinden. Hier näheres zu diesem Wandelstern und seiner Abendsichtbarkeit.
Feber 2025: Im Gedenken an Giordano Bruno, den Gefangenen der Engelsburg

Vor 425 verbrannte man Giordano Bruno. Er war einer der frühesten Kopernikaner, dachte dessen umstrittene Lehre aber konsequent weiter. So nahm Bruno trotz seiner spekulativen Methode erstaunlich viele spätere Erkenntnisse der Astronomie vorweg. Zum Verhängnis wurde ihm sein pantheistisches Gottesbild. Lesen Sie eine kurze Zusammenfassung meines einstigen Vortrags oder gleich meinen ausführlichen, im Jahr 2020 erschienenen Artikel.
Feber 2025: Youtube, aber ohne ...

Mir gehen die teils schon zweiminütigen Werbungen in Youtube schwer auf den Nerv. Ebenso die rechtsrandigen Politspots, die mir der Algorithmus aufdrücken will - obwohl ich z.B. bloß Tutorials für neue Astro-Software suche. Ich habe es definitiv satt und verwende deshalb FreeTube: Ein paar Einstellungen, und ich sehe damit die Youtube-Videos ohne Schrott. Aufmerksam gemacht wurde ich auf diese PC-Software von chip.de
Jänner 2025: Eine neue Kategorie: Kalendarisches in den Beobachtungstipps

Auch wenn unser Kalender heute von himmelskundlichen Tatsachen teilweise entkoppelt ist: Ursprünglich fußt er auf astronomischen Beobachtungen, den Mond, die Sonne und die Planeten betreffend. Daher gibt es nun eine neue Kategorie zum Thema Kalender und Himmel in meinen Beobachtungstipps. Die Einträge widmen sich unter anderem der Woche, dem Monat, dem Jahr, dem Termin des Weihnachtsfests und dem Osterdatum.
Dezember 2024: Ein wenig zu spät gekommen - mein erster ungedruckter Artikel

Heute bin ich wieder auf meinen ersten Artikel gestoßen, der allerdings nie veröffentlicht wurde. Es ging darin um Stanley Kubricks legendären Film 2001 - Odyssee im Weltraum. 1978 besuchte ich eine Vorlesung des Hamburger Universitätsprofessors Karl Ulmer über das Werk Friedrich Nietzsches. Plötzlich schien es mir, als hätte Kubrick einen Teil von Nietzsches Philosophie in seinem Meisterwerk illustrieren wollen. Hier der ungedruckte Artikel.

Viel zu sehen gab es im Oktober, während meines Aufenthalts in Nordnorwegen. Ich wohnte in einem geräumigen, umgebauten Bootshaus am Meer, wanderte am Fuße steil aufragender Berge, besuchte Tromsö und unternahm Ausflüge per Bus und Autostopp. In eisigen Nächten bestaunte ich das Nordlicht, direkt vor meiner Haustür. Nun ist endlich mein Bericht online, mit himmlischen und irdischen Fotos. Mein Nordlichtvideo gibt es auf Vimeo (USA).
November 2024: Vimeo - falls Fotos nur zweite Wahl wären

Mein Metier ist das geschriebene Wort, illustriert mit Bildern. Doch dynamische Vorgänge am Himmel lassen sich gelegentlich besser in Videos illustrieren - wozu ich einen Video-Hoster benötige. YouTube erinnert mich mittlerweile immer mehr an X. Deshalb verlasse ich es schon nach kurzer Zeit wieder, reduziere mein Projekt im Umfang und setze auf Vimeo. Meine Vimeo-Adresse (USA): vimeo.com/christianpinter

Diese drei Objektkategorien sind miteinander verwoben. Denn sie haben, wie die Offenen Haufen auch, mit dem Prozess der Sternentstehung zu tun. Die Rubrik über Deep Sky Objekte in meinen Beobachtungstipps wurde nun mit Seiten über diese drei Nebeltypen erweitert. Viele stehen am Winterhimmel, und da wieder im Sternbild Orion. Der berühmte Orionnebel M42 ist allerdings untypisch hell - und nur deshalb ein einfaches Beobachtungsobjekt.

Niemand kann mit Sicherheit sagen, wie die Kugelhaufen im Halo unserer Galaxis einst entstanden sind. Mit rund 12,5 Milliarden Jahren zählen sie zu den ältesten Objekten, deren Schimmer man im Fernglas oder im Teleskop wahrnehmen kann. Meine Beobachtungstipps widmen sich nun auch solchen kosmischen Fossilien. Bei dieser Gelegenheit wurden einige Seiten umorganisiert und ein eigener Menüpunkt Deep Sky geschaffen.
Oktober 2024: Beobachtungstipps - Mutterkörper der H- und L-Chondrite?

Brandneue Studien wollen die Herkunft zweier großer Steinmeteoritengruppen geklärt haben. Obwohl solche Ansprüche oft umstritten bleiben, mag man im Herbst Ausschau halten nach der Massalia - von deren Bahnfamilie die L-Chondrite stammen mögen. Die H-Chondrite (Beispiel links) sollen von der Koronis- bzw. Karin-Familie herrühren: Das vom Österreicher Johann Palisa entdeckte Familienmitglied Ida lässt sich jetzt fotografieren.

Offene Sternhaufen sind die Schmuckkästchen des Himmels: Hier drängen sich jeweils Dutzende Himmelslichter auf engem Raum zusammen. Einige sieht man mit freiem Auge, andere mit dem Fernglas. Die meisten erfordern ein Teleskop. Im Winter zeigen sich besonders prächtige Exemplare dieser Deep Sky Objekte. Daher wurden die entsprechenden Seiten meiner Beobachtungstipps jetzt stark überarbeitet und ausgeweitet.

Der Name dieser Kategorie ist Wilhelm Herschel völlig misslungen - denn mit Planeten haben diese Himmelsobjekte überhaupt nichts gemein. Vielmehr sehen wir gasförmige Hüllen, die von sonnenähnlichen Sternen ins All geblasen wurden. Planetarische Nebel strahlen zumeist im grünen Licht des doppelt ionisierten Sauerstoffs. Meine Beobachtungstipps widmen sich nun auch diesen zumeist kleinen, aber vergleichsweise hellen Fernrohrobjekten.
September 2024: Beobachtungstipps & Fototipps: Filter visuell und fotografisch

In der Astronomie dienen Filter fast immer dazu, Kontraste zu steigern. In meinen Beobachtungstipps stelle ich zahlreiche Okularfilter und deren Einsatzgebiet vor. Der Bogen reicht von simplen Farbgläsern über Fringe Killer bis hin zu Interferenzfiltern. In den Fototipps geht es hingegen auch um jene Filtergläser, die sich im Zusammenspiel mit einer DSLR- oder CCD/CMOS-Cam empfehlen. Deren Palette ist noch um einiges bunter.

Eine Anleihe aus der Welt der Luftfahrt nehmend, gibt es bei meinen Fototipps nun ein Quick Reference Handbook. Das QRH listet Probleme und Pannen auf, die vor allem in der Astrofotografie auftreten - mitsamt rascher Abhilfen. Die neue Seite widmet sich dem Teleskop, der DSLR, der CCD/CMOS, dem PC bzw. Notebook sowie einigen Astroprogrammen. Sie versteht sich als Anregung zum Erstellen eigener QRHs für Ihr Equipment.

Der hohen Sonnenaktivität wegen rechnete man 2024 eher nicht mit NLC-Beobachtungen von Österreich aus. Dennoch wurden diese in 84 km Höhe schwebenden Mesosphärenwolken bereits gesichtet. Aus diesem Anlass sind die NLC-Seiten in meinen Beobachtungstipps nun stark erweitert. Sehen Sie selbst und halten Sie Ausschau nach diesen extrem hoch fliegenden Gebilden! Wahrscheinlich haben diese auch mit menschlichen Aktivitäten zu tun.

Wegen des mutmaßlich bevorstehenden Ausbruchs der rekurrierenden Nova T CrB gibt es in meinen Beobachtungstipps schon länger eine Seite über Novae. Nun habe ich die Tipps erweitert - mit einer ausführlichen Seite über Supernovae. Eine dritte Seite befasst sich mit terminologischen Fragen inklusive Tycho Brahes Einfluss auf William Shakespeare, eine vierte mit den recht kurzlebigen Supernovaüberresten.
Mai 2024: Das Nordlicht über Österreich

"We danced around with Borealis" sang die Rockband Deep Purple 1972 im Lied Space Truckin'. Und nur eine Woche nach dem unten erwähnten Konzert tanzte das Nordlicht, von Galilei einst Aurora borealis genannt, auch am österreichischen Himmel. Das wird in den kommenden Jahren wohl häufiger geschehen: Näheres in meinen Beobachtungstipps. Einige der 470 geschossenen Fotos gibt es in der Fotogalerie zu sehen.

Beim großen Ereignis vom 10. Mai 2024 versuchte ich erstmals, das Nordlicht auch zu filmen. Das klappt, in dem man Scharen von Einzelfotos, geschossen bei unbewegter Kamera im Reihenaufnahmemodus, per Software zu einem Timelapse-Video kombiniert. Dabei kommt es unwillkürlich zu einem extremen Zeitraffereffekt. Später wollte ich das gelungene Experiment während meines Aufenthalt nahe Tromsö wiederholen.
Mai 2024: Erinnerungen an Johannes Kepler und Deep Purple in Graz

"We got music in our solar system" - meinte meine damalige Lieblingsband Deep Purple 1972 im Lied Space Truckin'. Johannes Kepler hätte das unterschrieben. In seiner steirischen Wirkungsstätte spielten die fünf Musikerinnen der italienischen Revival-Rockband Strange Kind of Women auch dieses Lied: Sehr passend, wie ich der Sängerin nach dem überaus grandiosen Konzert erzählte. Davor spazierte ich wieder auf Keplers Spuren durch Graz.

Zur Zeit lässt sich der Komet Tsuchinshan-ATLAS nur als schwaches Fleckchen fotografieren - doch Mitte Oktober 2024 soll er eindrucksvoll in der Abenddämmerung erstrahlen. Deshalb habe ich meinen Beobachtungstipps nun eine Seite über Kometen im Allgemeinen und eine über Tsuchinshan-ATLAS im Speziellen hinzu gefügt. Leider sind Schweifsterne nur selten Beobachtungsobjekte für Großstadtbewohner.

In meinen Beobachtungstipps erzähle ich unter anderem von den Kleinplaneten und ihrer Entdeckungsgeschichte. Der erstentdeckte Asteroid jenseits des Hauptgürtels war Achilles. Der größte Trojaner hingegen ist Hektor. Den konnte ich nicht beobachten, aber fotografieren: Ein persönlicher, asteroidaler Weitenrekord. Auf meinen Seiten gibt es eine Asteroiden-Shortlist und Tipps für die besten Beobachtungszeiten.

Dank der fotografischen Astrometrie lassen sich Sternpositionen sehr genau ermitteln. Mit Messungen im Abstand von knapp 7 Jahren gelang es mir nun, die Eigenbewegung von Procyon (Kleiner Hund) und Sirius (Großer Hund) zu ermitteln. Beim gleißenden Sirius war das ziemlich schwierig. Bei Barnards Pfeilstern gelang mir das schon früher. Näheres zur stellaren Eigenbewegung lesen Sie in meinen Fototipps.

Am Beispiel des Castor in den Zwillingen ist es mir nun wohl gelungen, die Bewegung einer Doppelsternkomponente nachzuweisen - mit den Mitteln der fotografischen Astrometrie und nach nicht einmal 7 Jahren. Dazu erstellt man hochauflösende Sternfotos mit dem Teleskop und z.B. einer DSLR. Daraus werden die Positionen beider Komponenten ermittelt. Ich beschreibe das Verfahren hier in meinen Fototipps.

Ich kontrolliere mein Teleskop vom Zimmer aus. Eine DSLR und eine Planetenkamera liefern Daten, ebenso ein Feuchtigkeits- und ein Wolkensensor. Ich steuere auch den Fokusmotor und die Bahtinovmaske fern. Dazu dient eine fix montierte Box am Fuße des Teleskops, von der 14 Kabel Richtung Montierungsgabel hochsteigen. Jetzt habe ich die Box von USB 2.0 aufs schnellere 3.0 umgebaut: Das eröffnet neue Möglichkeiten.

Meine Beobachtungstipps umfassen nun auch Seiten über Asteroide. Ich erzähle von den Anfängen ihrer Erforschung, von Kleinplanetenfamilien und von Bahngruppen. Man liest hier näheres über die Beobachtung, die Fotografie, die Astrometrie und die Astrofotometrie dieser Himmelskörper. Ausgewählte Asteroide stelle ich mitsamt ihrer Bahndaten und ihrer jeweils bevorstehenden Sichtbarkeit vor.
Dezember 2023: Prüfung zum Nordlichtexperten bestanden

Die Firma AuroraLabs ist im nordnorwegischen Vadsö beheimatet. Sie bietet einen gut strukturierten online-Kurs zum Thema Polarlichter an. In den englischsprachigen Lektionen geht es auch um jene Prozesse auf der Sonne und im erdnahen Weltraum, die für das Lichterspiel verantwortlich zeichnen. Am 1. Dezember bestand ich die knifflige Prüfung und erhielt das Zertifikat Northern Lights Expert.

Der hohen Sonnenaktivität wegen ist vermehrt mit Polarlichtern zu rechnen. Bei starken Sonnenstürmen ergeben sich sogar Sichtchancen über dem österreichischen Nordhorizont. Daher habe ich die Polarlichtseiten bei meinen Beobachtungstipps nun ganz gehörig ausgebaut. Hier erfahren Sie unter anderem, wie Sie sich rechtzeitig vorwarnen lassen können - damit Ihnen das Nordlicht nicht entgeht.

Vor allem die Seiten über Meteorite habe ich in meinen Beobachtungstipps nun deutlich erweitert. So stelle ich nun die Anfänge der Meteoritenkunde und der Wiener Sammlung - es ist die größte Schausammlung der Welt - vor. Außerdem diskutiere ich das spekulative Verwandtschaftsverhältnis (ich spreche lieber von "Ähnlichkeiten") zwischen bestimmten Meteoritengruppen und Kleinplaneten sehr ausführlich.  

Jüngst erstand ich einen gebrauchten Magazin-Scanner. Immerhin galt es, an die 6.000 Dias ins digitale Zeitalter hinüber zu retten. Es waren vor allem Fotos früherer Reisen, unter anderem durch Sibirien, durch Indonesien oder durch den Maghreb. Hier ziehe ich eine Bilanz über den Scanvorgang mit dem Reflekta DigitDia 5000, den ich mit der Software VueScan angesteuert habe.  

Angesichts der bevorstehenden Perseiden habe ich die Meteor-Seiten in meinen Beobachtungstipps sehr stark erweitert. Hier erfährt man, wie man Sternschnuppen am besten beobachtet und damit (unter Einhaltung bestimmter Standards) sogar wissenschaftlich arbeiten kann. Nebenbei geht es um funktechnische und akustische Phänomene. Eine Shortlist der vier reichsten Meteorstöme rundet das Feature ab.

Ursprünglich wollte ich meine astronomischen Fotos in strenger thematischer Ordnung zeigen, doch irgendwann habe ich es bloß noch in chronologischer Reihenfolge geschafft: Das Fotografieren war mir letztlich wichtiger als die didaktisch durchdachte Präsentation der Ergebnisse. Dabei bot die Venus gerade im Frühjahr 2023 immer wieder ein hübsches Motiv für himmlische Fotos.  
Juni 2023: Beobachtungstipps ausgebaut

Es ist immer mein Ziel gewesen, zu eigenen Betrachtungen der oberen Hälfte unserer Umwelt anzuregen. In den letzten Monaten habe ich meine Beobachtungstipps deutlich erweitert. Sie finden hier verschiedene nächtliche Himmelsphänomene, die sich mit freiem Auge, Fernglas oder Teleskop mitverfolgen lassen. Hinweise zu aktuellen Erscheinungen am Sternenhimmel leiten die Seiten ein.
Juni 2023: Fototipps laufend erweitert

Auf meiner Site Fototipps gehe ich auf verschiedene Aspekte der astronomischen Fotografie ein: Auf Mond-, Planeten- und Deep Sky-Aufnahmen am Teleskop, auf Astrometrie und Astrophotometrie mit der Kamera, aber auch auf Möglichkeiten, nächtliche Motive ganz ohne Fernrohr einzufangen. Es gibt praktische Tipps, und auch die zugrunde liegende Theorie wird dabei angerissen. Sehen Sie selbst!
April 2023: Musiktipp - Eboardmuseum

Ich besuchte nun das schon seit 1987 bestehende, überaus sehenswerte Eboardmuseum in Klagenfurt. Es wartet mit 2.000 Exponaten auf, darunter mehrere Hammond-Orgeln. Ich durfte sogar ein paar Takte auf der legendären B-3 spielen. Auch dafür danke ich dem Museumsgründer Gert Prix. Läge Wien näher bei Klagenfurt, wäre ich hier sicher Stammgast.
April 2023: Fototipps - Astrofotos ohne Teleskop

Astronomische Fotos erfordern meist ein Teleskop, lange Belichtungen und zahllose Bearbeitungsschritte. Hübsche Fotos gelingen mitunter aber mit geringerem Aufwand: Digitalkamera, Weitwinkelobjektiv und Stativ. Auf meiner Site Fototipps gehe ich darauf ein: Aufnahmetechnik, Motive am Taghimmel, Motive in der Dämmerung, Motive am Nachthimmel und Literaturtipps.
Februar 2023: Astronomie in Floridsdorf ...

... ist wie Angeln in der Wüste, denn der Blick von meiner Balkonsternwarte führt direkt durch und übers lichtbesudelte Wien. Den Sternenhimmel meiner Kindheit - ich sah hier einst die Milchstraße - hat die Stadtpolitik längst zerstört. Dennoch gebe ich Tipps fürs eigene Beobachten und Fotografieren des Nachthimmels. Falls mir eine astronomische Aufnahme gelingt, präsentiere ich diese in meiner Fotogalerie.
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