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Frühere Neuigkeiten - Dr. Christian Pinter

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November 2022: Email an die Redaktion von orf.at

"Ich bin (freier) Print-Journalist und lese orf.at regelmäßig. Ich schätze Ihre ausführliche und bestens recherchierte Berichterstattung außerordentlich. Außerdem freut mich der Verzicht auf die in vielen Medien leider üblich gewordene Kommentarfunktion. Eine Reduktion des Angebots von orf.at fände ich, auch als Gebührenzahler, höchst bedauerlich. Mit einem Kompliment und besten Grüßen - Dr. Christian Pinter"

Ein Kosmologe, der mir besonders am Herzen liegt: Demnächst jährt sich der Geburtstag Giordano Brunos zum 475. Mal. Der weit blickende Nolaner stritt für Kopernikus und überwand ihn in radikalster Weise. Er setzte uns gewissermaßen der Unendlichkeit aus. Seine spekulative Methode war nicht richtungsweisend für die Forschung. Wohl deshalb unterschätzt man seine wissenschaftliche Leistung heute.

Am 11. März feierte mein neuester Vortrag Premiere - und zwar in St. Pölten bei den Amateurastronomen des Vereins Antares. Anlässlich des 400. Todestags widmet er sich Katharina Kepler, der Mutter des berühmten Astronomen. Sie wäre wegen vorgeblichen Schadenszaubers fast am Scheiterhaufen geendet - nach sechs Jahren Rechtsstreit und 14 Monaten Haft.
Februar 2022: Astrofotografie - Teleskopspiegelverformung demonstriert

Teleskopspiegel reagieren empflindlich auf Temperatursprünge - z.B. wenn man das Gerät vom warmen Zimmer auf den Balkon stellt. Die Spiegel bündeln das Licht dann nicht in einem, sondern in mehreren Brennpunkten. Hier habe ich das Verhalten des Spiegels meines 8-Zöllers innerhalb von 90 Minuten nach einem Temperaturabfall von 17 Grad festgehalten. Der helle Stern Sirius lieferte das Licht hierfür.
Februar 2022: Astrofotografie - Stellares Farbfunkeln festgehalten

Das Licht der Sterne ist viele Jahre völlig ungestört unterwegs. Doch in den letzten hunderttausendstel Sekunde der Reise wird es von Turbulenzen unserer Lufthülle ordentlich "durchgebeutelt". Sterne funkeln daher: Sie variieren chaotisch Helligkeit, präzisen Ort und Farbe. Mit einem 300 mm Teleobjektiv habe ich das Farbfunkeln des Sirius in einer Fotoserie festgehalten.
Jänner 2022: Astrofotografie - Sirius B eingefangen

Das probierte ich seit Jahren: Der Weiße Zwerg Sirius B wäre ein leichtes Objekt fürs Fernglas, wird aber vom gleißenden Partnerstern Sirius A überstrahlt. Jetzt habe ich ihn fotografiert: Mit einer quadratischen Maske vorm Achtzöller (daher die Speichen) und der Planetenkamera Celestron NI5. Man sieht hier Sirius A, Sirius B (links oben dicht dran) und Beugungsartifakte. Mit dem Aug' am Okular hatte ich keine Chance.
November 2021: Vortrag - Die griechische Unterwelt

Mein Vortrag "Die griechische Unterwelt" feierte am 15. Oktober in Groß-Enzersdorf Premiere, bei Kultur im Kotter. Termine in Tulln, Gänserndorf, Deutsch Wagram und Wien folgten. Aber auch 2022 biete ich diesen Vortrag an. Die Vorträge ab 22. November fallen einmal mehr einem Lockdown zum Opfer: So auch jene, die sich dem 450. Geburtstag von Johannes Kepler gewidmet hätten.
September 2021: Recherche - Reise nach Weil und Leonberg

Etliches zu sehen gab es während meiner Reise nach Weil der Stadt - wo Johannes Kepler vor 450 Jahren das Licht der Welt erblickte - und nach Leonberg, wo der spätere Astronom die Kindheit verbrachte. Im heute eingemeindeten Eltingen kam seine Mutter Katharina zur Welt, die später nur knapp dem Scheiterhaufen entronn. Ich recherchierte nahe Stuttgart für zwei Artikel und zwei Vorträge.
August 2021: Astrofotografie - Tempomessung bei einer Nova

Im Schlangenträger leuchtet die Nova RS Oph: Ein heißer Weißer Zwergstern wird mit Wasserstoff einer Partnersonne gefüttert. An der Zwergenoberfläche fusioniert  dieses Gas zu Helium. Es wird fortgeschleudert. Die Breite der roten Wasserstoff-Alpha-Linie in meinem Nova-Spektrum verrät das Flugtempo. Radialgeschwindigkeit: 3.500 km/s, knapp 13 Mio. km/h! Eine persönliche Messpremiere mit Hilfe des Doppler-Effekts.

Ein doppeltes persönliches Jubiläum: Ende Juni ist mein 350. ausführlicher Artikel in der Wiener Zeitung erschienen. Mitte Juli feiere ich 30 Jahre freie Mitarbeit an diesem traditionsreichen Blatt. Meine Artikel befassten sich mit der Entwicklung der astronomischen Forschung sowie der Raumfahrt und mit anderen kulturgeschichtlichen Themen. Mein Dank gilt allen Lesern und der Redaktion!

Im Sternbild Adler wurde am 26.8.2020 ein schwaches, scheinbar neues Sternchen mit bloß 14,4 mag Helligkeit entdeckt. Nach einer entsprechenden Meldung auf Latest Supernovae gelang es mir, das später als Zwergnova klassifizierte Objekt AT2020saz noch am Entdeckungstag abzulichten und das Summenfoto auszumessen. Die Astrometrierung beseitigte jeden Zweifel.
August 2020: Fototipp - Stellare Eigenbewegung dokumentiert

Fixsterne stehen nicht fest im Raum, sondern bewegen sich. Im Lauf von Jahrtausenden verzerren sich deshalb die Sternbilder. Laufen Sterne sehr schnell oder sind sie uns besonders nahe, fällt diese stellare Eigenbewegung rascher auf. Im Fall von Barnards Pfeilstern genügten mir zwei Aufnahmen im Abstand von bloß 9 Monaten zum Nachweis. Ich freue mich sehr über diese persönliche Premiere.

Die Befestigung der motorisierten Bahtinovmaske lässt sich nun um 90 Grad verdrehen. So kann eine Flatfield-Box auf den Fernrohrtubus gesetzt werden. Gegen Lichteinfall abgedichtet, fungiert sie als "beleuchtbarer Objektivdeckel" - ohne Licht für die in der Astrofotografie nötigen Dark-, Darkflat- oder Bias-Aufnahmen, mit Licht für die ebenso unentbehrlichen Flats. Das Licht wird per Funk ein- und ausgeschaltet.

Jahrelang habe ich darauf gewartet, meine erste Supernova zu fotografieren. In der Nacht vom 17. zum 18. Mai hielt ich dafür gleich zwei fest, in den Galaxien M61 und NGC 3643 (Abstand 52 bzw. 95 Mio. Lichtjahre). Zur sicheren Identifikation habe ich sie astrometriert. Die (wegen hochfliegender Wolken plus Stadtlichterflut) nicht sehr ansehnlichen Fotos finden sich hier in meinen Fototipps.
November 2019: Vorträge - 100 Vorträge - 2.500 Zuhörer

Meinen 100. Vortrag hielt ich Mitte November 2019 beim Verein Kultur im Kotter in Groß-Enzersdorf, dessen Gastfreundschaft ich bereits zum vierten Mal genießen durfte. Danach wurde - sehr zu meiner Überraschung - mit Sekt aufs Jubiläum angestoßen. Drei Tage später begrüßte ich beim Vortrag für den Verein Kepler Sternwarte Linz meine 2500. Zuhörerin. Hier die aktuellen Vortragstermine.
August 2019: Malheur - Stern gerissen

Fast alle Redewendungen und Begriffe mit dem Wort "Stern" sind positiv besetzt. Nicht so das "Stern reißen", das ein Hinfallen in sternförmiger Gestalt mit weggestreckten Armen und Beinen meint. So einen Stern riss ich am 20.8. mit dem Fahrrad in Langenzersdorf. Es folgten eineinhalb Wochen in der AKH-Unfallchirurgie mit bester Betreuung: Mein Dank gilt allen Mitarbeitern der Station 19E!
Februar 2019: Buch - Zehn Jahre Helden des Himmels

Am 26.2.2009 ist mein Buch Helden des Himmels erschienen: Es zieht einen Bogen von den Mythen und dem Wissen der Alten - Babylonier, Griechen, Römer - bis hin zur Entdeckung der kosmischen Expansion im 20. Jahrhundert. Ich danke dem Verlag Kremayr & Scheriau und seinen Mitarbeiterinnen, speziell der damaligen Programmleiterin Barbara Köszegi, sehr herzlich.
Jänner 2019: Fototipp - Während Finsternis Einschlag fotografiert

Während der Mondfinsternis am 21.1.2019 schoss ich rund 250 Fotos. Eine dieser Aufnahmen belichtete ich zwischen 5:41:35 und 5:41:38 MEZ. Am stark vignettierten Bildrand hält sie einen Einschlagsblitz fest: im dunklen Erdschatten und nahe der Lagrange-Krater. Das einschlagende Objekt soll wenige Dezimeter klein gewesen sein. Für die enorme Energie sorgte seine Geschwindigkeit. Weitere Fotos finden Sie hier.

1969 betraten erstmals Menschen den Mond. Sie verwirklichten einen Traum, den schon Johannes Kepler und Jules Verne hegten. In meinem Vortrag stelle ich deren Mondflugromane vor. Was ahnten die beiden Autoren voraus und was nicht? Fixiert sind bereits 7 Termine von Jänner bis Juni 2019. Hier finden Sie die kommenden Termine und Veranstaltungsorte.
Oktober 2018: Meine 2.000 Vortragsbesucherin

Im Februar 2009 ist mein Buch Helden des Himmels erschienen. Seit damals halte ich Vorträge. Am 18. Oktober 2018 war es der 78. - ich sprach im Wiener Kunsthistorischen Museum über Leben und Werk des Johannes Kepler. Dabei durfte ich meine 2000. Besucherin begrüßen! Als kleine Aufmerksamkeit erhielt sie ein Exemplar meines Buchs. Ich danke aber allen Vortragsbesuchern. Hier die aktuellen Termine.
Mai 2018: Recherche-Aufenthalt in Linz

Ing. Erich Meyer, Vorstandsmitglied der sehr aktiven Linzer Astronomischen Gemeinschaft (LAG), hat jüngst jenes Haus in der Hofgasse identifiziert, in dem Johannes Kepler die meiste Zeit hinweg gelebt hat. Aus diesem Anlass suche ich möglichst viele Orte auf, die mit Keplers Wirken in Linz verbunden sind. Abends spreche ich mit Ing. Meyer über seine Entdeckung.
Mai 2018: Vortrag: Johannes Kepler - himmlische Lichter, irdische Schatten

Vor 400 Jahren, im Mai 1618, entdeckte Johannes Kepler sein drittes Planetengesetz. In Linz. Triumpf und Tragödie liegen in seinem Leben eng beieinander. So auch hier: Kurz nach der grandiosen Entdeckung begann jener Krieg, den man später den "Dreißigjährigen" nannte. Heute durfte ich die Premiere meines neuen Vortrags feiern - zu meiner großen Freude im Naturhistorischen Museum in Wien!
Oktober 2017: Messung der kosmischen Strahlung

Auf meinen Recherche-Reisen nach Pisa und Padua maß ich die kosmische Strahlung. Sie betrug, je nach Flughöhe, bis zum 27-fachen des Bodenwerts. Gemessen wurde in einem A 320 und in einer Fokker 100 - mit dem Geigerzähler GMC 320 Plus. Die Höhen lieferte Flightradar24.com. Vergleichsdaten wurden direkt vor und nach den Flügen in der Kabine der beiden Maschinen ermittelt. Näheres dazu finden Sie hier.
April 2017: Tipp - Die Vermessung des Himmels

Selbst erstellte Himmelsaufnahmen lassen sich vermessen, um so die Positionen und die Helligkeit von Sternen zu ermitteln. Was früher Knochenarbeit war, nimmt uns einschlägige Software heute ab. Zum Beispiel erfasst man auf diesem Weg das Bewegungsspiel von Doppelsternen oder die Eigenbewegung von Sternen im Raum. Hier finden Sie Tipps zur Astrometrie und zur Astrofotometrie.
April 2017: Tipp - Wie steuert man seine Sternwarte fern?

Teleskop und Kamera lassen sich über WLAN (und auf Wunsch auch übers WWW) bzw. mittels BlueTooth fernsteuern. Auch verschiedenste Hilfsmittel und Tricks zur Astrofotografie werden auf meiner Website "Fototipps" diskutiert. Links ein Blick in meinen "Kontrollraum".
Oktober 2016: Abendessen mit 60 Raumfahrern

Am 6.10. aß ich mit rund 60 Raumfahrern zu abend! In Wien tagte nämlich der 29. ASE-Kongress. Mitglied dieser Association of Space Explorers kann jeder werden - sofern er die Erde zumindest einmal im Raumfahrzeug umrundet hat. Die Raumfahrer waren zu einem Dinner Banquet im Naturhistorischen Museum eingeladen - darunter auch Alexei Leonow (Foto links), einem der dienstältesten aller noch lebenden Kosmonauten. Schnappschüsse dieses Abends sind in meiner Fotogalerie zu sehen.
September 2016: Recherche-Aufenthalt in Florenz

Im Jänner 2017 jährt sich der Todestag Galileo Galileis zum 375. Mal. Daher unternahm ich eine Recherche-Reise nach Florenz. Dabei durfte ich auch jene Villa in Arcetri betreten, die der Forscher in seinen letzten Lebensjahren bewohnte - und zwar in Hausarrest. Ich sah aber auch andere Orte, die an ihn, seine Gönner und seine Gegner erinnern. Nebenbei maß ich die kosmische Strahlung in 23.000 Fuß Flughöhe.
Juli 2016:  25 Jahre Artikel für die Wiener Zeitung

Am 19. Juli 1991 erschien mein erster Artikel in der Wiener Zeitung. Mehr als 300 ausführliche Geschichten im Umfang von einer oder zwei Zeitungsseiten sind bislang gefolgt. Für dieses Vergnügen danke ich der Redaktion sowie meinen Lesern. Zwei Astronomen verrieten mir: Meine Artikel waren einst Anstoß zu ihrer späteren Studien- und Berufswahl: Das freut mich ganz besonders!
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